・・tremendously creative ・・modular ・・valuable ・・versatile ・・
Faszination Lochkamera
Seit der Antike hat das Prinzip der Lochkamera die Menschen fasziniert und inspiriert. Sicherlich spielte der Zufall eine Rolle, als jemand das Erste mal in einem dunklen Raum oder in einer Höhle, daher der Begriff Camera Obscura, das durch ein kleines Loch projezierte Abbild der Außenwelt bemerkte. Ein magischer Moment ! So hatte bereits der chinesische Philosoph Mozi (墨子, 470-391 v.Chr.) seine Beobachtungen niedergeschrieben. Ebenso berichtete der griechische Philosoph Aristoteles (384-322 v. Chr.) im Zusammenhang mit einer Sonnenfinsternis von diesem Phänomen. Der in Basra geborene Physiker Alhazen ( ابو علي، حسن بن حسن بن الهيثم 965-1039) baute schliesslich die erste Lochkamera, die er kurz “Quamara” nannte, auch wenn dieser Apparat noch keine Bilder festhalten konnte. Erst später in der Renaissance befasste sich der Erfinder und Künstler Leonardo da Vinci (1452-1519) ausführlich mit der Camera Obscura. So wurden zahlreiche Pläne und Zeichnungen von “Aufzeichnungsapparaten” überliefert, die er eigens dazu erfand um Lochkamerabilder auf der Leinwand nachzeichnen zu können. Viele berühmte Werke des flämischen Malers Jan van Eyck (1390-1441) entstanden ebenfalls mit Hilfe einer Lochkamera.
Mit der Lochkamera eine neue Sichtweise entdecken
Erst Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gelang es, die Bilder auf lichtempfindlichem Material permanent festzuhalten. Zu dem Medium Film sind heute Kameras mit digitalen Sensoren dazugekommen, die sich gleichermaßen anbieten um alte und neue Sichtweisen mit der archaischen Lochkamera kreativ umzusetzen. Je länger die Belichtung, desto mehr scheinen Raum und Zeit in dem Bild zusammenzufließen. Belebte Gebäude oder Plätze erscheinen plötzlich menschenleer – vielleicht verrät ein durchsichtiger Schatten, daß hier jemand lange genug innehielt um doch noch von der Kamera erfasst zu werden. Der Faktor Zeit glättet die höchsten Wogen, Wasserflächen verwandeln sich langsam in einen ruhenden Spiegel. Entdecken Sie mit der Lochkamerafotografie neue Sichtweisen, experimentieren Sie mit unkonventionellen puristischen Techniken. Ob zu Sucherkamera, DSLR/ SLR Kamera, Mittelformat, Großformat oder Lochkamera im Eigenbau – für viele Kameras gibt es einen passen Skink Pinhole Pancake™ mit austauschbaren Lochblenden, Zonenplatten oder Photonensieben.

Kurzanleitung
Skink Pinhole Pancake mit der SpiegelreflexkameraDer Skink Pinhole Pancake ist für fast alle Spiegelreflexkamerasysteme erhältlich und wird zusammen mit einem zu dem jeweiligen System passenden Bajonettadapter installiert. Mechanisch ist dieses Lochkameraobjektiv mit einem normalen M42 Objektiv vergleichbar. Die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv beschränkt sich auf die Optik, es werden also keine elektrischen Signale übermittelt. Daher müssen an der Kamera alle Einstellungen manuell vorgenommen werden. Im Gegensatz zur Glaslinse entfällt beim Lochkameraobjektiv das Scharfstellen. Dank der winzig kleinen Lochblende haben Lochkameraaufnahmen eine unbegrenzte Schärfentiefe. Da die Größe der Blende durch die jeweils im Pancake installierten Lochblende bereits vorgegeben ist, muß kameraseitig nur noch die Belichtungszeit manuell eingestellt werden, sofern die Kamera keine Blendenvorwahl (A) = “Aperture Priority” zuläßt. Mit etwas Übung lassen sich mit manuell gewählten Belichtungszeiten bessere Ergebnisse erzielen. Bedingt durch die kleine Blendenöffnung verlagern sich, je nach Lichtverhältnissen, die typischen Belichtungszeiten in den Bereich von ganzen Sekunden, Minuten oder gar Stunden. Selbstverständlich sollte die Kamera während der Belichtung nicht bewegt werden. Eine feste Unterlage oder besser, ein Stativ, sind bei langen Belichtungszeiten absolut notwendig.
Für den Anfang wird empfohlen:
1 volle Sekunde Belichtung bei Sonnenschein (Film/ Kameraeinstellung: ISO 200) Wenn Sie eine Spiegelreflexkamera mit Film verwenden, variiert der Charakter der Lochkamerabilder. Je nach gewähltem Filmtyp lassen sich verschiede Effekte erzielen. Bei DSLR Kameras werden die Aufnahmen, oft ohne Wissen des Anwenders, digital manipuliert. Die Kamerasoftware regelt automatisch z.B. Weißabgleich, Nachschärfen oder Farbsättigung der Bilder. Diese Funktionen können bei den meisten Kameras deaktiviert oder bei Bedarf hinzugeschaltet werden. 
Pinhole Panning mit dem Skink Pinhole Pancake
Was ist Panning, oder auch das “Mitziehen” in der Fotografie? Mit dieser Technik folgen Sie dem bewegten Objekt mit der Kamera und einer relativ langsamen Belichtungszeit. Ziel ist es, das Objekt vor einem verwischten Hintergrund scharf herauszustellen. Idealerweise wird dabei die Bewegung der Kamera der Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung des Objekts angepasst. Das Fokussieren erfolgt dabei entweder über die Kameraautomatik oder durch manuelle, geschätzte Voreinstellung. Beim Fotografieren von sich fortbewegenden Menschen, erfolgt die Belichtung mit Zeiten zwischen 1/10 und 1/60 Sekunde. Bei der Lochkamerafotografie denkt man automatisch an lange Belichtungszeiten. Und diese in Kombination mit “Panning”? Ja, die aktuellen lichtstarken Digitalkameras mit erweitertem ISO Bereich und kurzer Brennweite machen dies möglich. Einfach den Skink Pinhole Pancake auf das Bajonett Ihrer Kamera montieren und die ISO Einstellung so justieren, daß die resultierende Belichtungszeit in den obengenannten Zeitrahmen passt. Dank der unbegrenzten Schärfentiefe des Lochkameraobjektivs entfällt hier das Fokussieren auf die Entfernung zum Objekt, Fokussieren Sie Ihre Aufmerksamkeit ganz auf das sich bewegende Motiv. Viel Spass damit! 
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